Erste Fahrstunde für Roman

Aufgrund der Abstandsregeln zwischen Patienten und Betreuern konnte Roman während seines Reha-Aufenthalts nicht mit den Auto-Fahrstunden beginnen. Ende Juli stand endlich die erste Probe-Fahrstunde mit einem Experten an, der Romans Fahrtauglichkeit beurteilen sollte. Roman war gespannt, wie das sein würde – als langjähriger Autofahrer kann man es sich ja kaum vorstellen. Alles ging gut und Roman konnte den Experten überzeugen, dass er bereit ist für die Fahrschule. Romans Fazit: «Kein Landschaden und niemanden über den Haufen gefahren!» Hoffen wir, dass dies auch in den kommenden Jahren so bleiben wird.

Roman nutzte die Gelegenheit des Besuchs in Nottwil für eine Probefahrt mit dem Handbike. Das getestete Modell verfügte über einen Nabenmotor wie er z.B. bei E-Bikes eingesetzt wird. Roman fühlte sich sofort wohl mit dem Gefährt. Ob es daran lag, dass die Probefahrt auf der Leichtathletik-Rundbahn stattfand?

Momentan ist Roman noch mit dem Swiss-Trac unterwegs. Das Handbike wäre allenfalls eine gute Alternative, da es schneller und handlicher ist als der schwere «Traktor».

Provisorischer Lift und Zugang zum Gartensitzplatz

Der dringend benötigte Aussenlift bei Romans Wohnung wird frühestens im September geliefert und montiert. Der Treppensteiger ist zwar ein gutes Hilfsmittel, schränkt Roman aber doch stark in der Flexibilität ein, weil er stets Hilfe aus dem Umfeld seiner Familie oder der Kollegen benötigt für die Bedienung des Treppensteigers. Roman besprach mit Iwan Marty von Kempf Gerüste die Möglichkeit, ob man nicht eine temporäre Gerüstrampe installieren könnte, auf welcher Roman in den ersten Stock gelangen könnte. Iwan Marty hatte die Idee, anstelle einer Rampe einen mobilen Baustellenlift aufzustellen. Dieser Lift würde es Roman ermöglichen, sehr viel einfacher nach draussen zu gelangen. Roman war sehr froh über diese Idee und die rasche und unkomplizierte Installation dieses Liftes. «Ein primitives Teil, aber es funktioniert», meinte Roman nach der ersten Liftfahrt. Ende September soll nun der definitive Aussenlift installiert sein. Gross war die Überraschung für Roman, als Kempf Gerüste die Installation des Liftes kostenlos ausführte. Vielen Dank an Iwan Marty und das Team von Kempf Gerüste.

Der Zugang zum Gartensitzplatz hatte einen Absatz, welcher für Roman mit dem Rollstuhl alleine nicht zu überwinden war. Bernhard Kistler von b. kistler Bauunternehmung bot bei der Besichtigung des Problems spontan an, dass er eine kleine Rampe sowie eine Zufahrt zur Rasenfläche betonieren würde. Und das gratis! Herzlichen Dank an Bernhard Kistler für die unkomplizierte und grosszügige Unterstützung!

Reportage im Höfner Volksblatt

Am 24. Juni 2020 erschien im Höfner Volksblatt und im March-Anzeiger eine Reportage über Romans Schicksalsschlag. Roman bedankt sich herzlich bei der Redaktorin Anouk Arbenz und dem Redationsteam für den einfühlsamen Bericht und die Bereitschaft zum offenen und transparenten Austausch. Es bedeutet Roman viel, dass auf diesem Wege die Bevölkerung seiner Heimat aus erster Hand informiert und für den Gönnerverein geworben werden konnte.

Gartenarbeiten leicht gemacht

Früher waren die Kollegen der Power Ants ein eingespieltes Umzugsteam und waren jeweils zur Stelle, wenn ein Mitglied Unterstützung brauchte beim Transport oder Aufbau von Mobiliar und beim Installieren der Lampen. Diese Einsätze waren stets auch ein geselliger Anlass, bei welchem nach getaner Arbeit noch lange zusammengesessen wurde.

Die anstehenden Gartenarbeiten bei Roman wurden zum Anlass genommen, wieder mal einen Power Ants-Helfereinsatz zu lancieren. Als Arbeiten standen an: Rasenmähen, Heckenschneiden, Aufbau des Trampolins und des Bassins für Romans Jungs. Roman überwachte die Tätigkeiten aus sicherer Distanz und mit kritischem Auge. Gegen Mittag war bereits alles erledigt und aufgeräumt, sodass bei Pizza und Bier über das Geleistete philosophiert werden konnte. Alle waren sich einig: dies war nicht der letzte Power Ants-Helfereinsatz!

Tschüss Nottwil. Hallo Freienbach.

Die Dauer von Romans Aufenthalt in der Reha im SPZ in Nottwil war auf neun Monate angesetzt; der Austritt war auf den 25. Juni angekündigt. Roman sagte aber schon im Dezember, dass er spätestens an seinem Geburtstag Mitte Juni zu Hause sein möchte. Entsprechend trainierte er fleissig und verbesserte seine Fertigkeiten stetig. Aufgrund der Corona-Situation konnten viele Therapien nicht mehr durchgeführt werden. So bat Roman um eine frühzeitige Heimkehr.

Am 13. Mai war es soweit: Roman durfte das SPZ in Nottwil verlassen und den Heimweg nach Freienbach antreten. Dankbar für die grossartige Unterstützung und Betreuung der SPZ-Crew, aber mit Vorfreude auf den Alltag im Kreise seiner Familie, wurde Roman von seiner Ehefrau, seiner Mutter, seinem Onkel sowie dem Präsidenten der Power Ants in Nottwil abgeholt.

In Freienbach wurde Roman von seinen Söhnen empfangen. Endlich konnten sie ihren Dädi wieder jeden Tag sehen. Gerne wären auch Freunde vorbei gekommen, um Roman willkommen zu heissen und ihre Unterstützung zu zeigen. Corona verhinderte diesen Empfang jedoch.

Roman wird von seiner Frau Ana, seinem Onkel und dem Power Ants-Präsidenten Mark Kälin in Nottwil abgeholt. Auf dem Bild fehlt Romans Mutter.
Ein Bus voller Hilfsmittel: Rollstühle, Treppensteige-Hilfen, Rollstuhl-Zuggerät.
Ein persönlicher Empfang von Roman ist aufgrund der Corona-Situation nicht möglich. Die Power Ants-Mitglieder überraschen Roman mit einem Willkommens-Plakat.